Während früher "der Zehnt" (lat.: decenia) an Kirche oder Fürst ging, wandert er heute bei den Deutschen vor allem in die Altersvorsorge.
Exakt 11 Prozent beträgt die Sparquote der Deutschen, die dadurch einmal mehr eine pessimistische Grundhaltung an den Tag legen. Übertroffen werden sie nur, Überraschung!, von den an sich lebensfrohen Franzosen, deren Sparquote stolze 13 Prozent beträgt. Daran kann sich ihr skandalumwitterter Staatspräsident und derzeitiger Vorsitzender des Europäischen Rates ein Beispiel nehmen. Denn er ist vor gar nicht langer Zeit ob des ausbordenden Hauhaltslochs von der EU-Kommission an den Defizitpranger gestellt worden. Um die Sparquote zu ermitteln, werden übrigens die Ersparnisse ins Verhältnis zum verfügbaren Einkommen gesetzt.
Einmal mehr als große Optimisten erweisen sich die US-Amerikaner. Sie bilden das Schlußlicht, da sie gerade einmal 0,7 Prozent ihres verfügbaren Einkommens zurücklegen. Erfreulich, dass dort trotz schwächelnder Konjunktur im Umkehrschluss dann immerhin die Renten wohl sehr sicher sein müssen... (sf)
Foto: Zettberlin/Photocase
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